Digitale Daseinsvorsorge – Was bedeutet das eigentlich?

Symbolbild (WLAN, Rathaus, Sicherheit, ID)

Der Begriff Digitale Daseinsvorsorge beschreibt die Aufgabe des Staates und der Kommunen, Bürgerinnen und Bürger auch im digitalen Zeitalter mit grundlegenden Leistungen zu versorgen. So wie Straßen, Wasser- und Stromversorgung oder Abfallentsorgung selbstverständlich Teil der öffentlichen Infrastruktur sind, gilt dies zunehmend auch für digitale Angebote und Netze.

Definition:
Digitale Daseinsvorsorge umfasst die Bereitstellung von digitaler Infrastruktur (z. B. Glasfaser, Mobilfunk, WLAN), den Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen sowie den Schutz der persönlichen Daten und die Vermittlung digitaler Kompetenzen. Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von Alter, Einkommen oder Wohnort – eine gleichberechtigte Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu ermöglichen.

Bedeutung für die Gesellschaft:

  • Gleichheit: Niemand darf aufgrund fehlender technischer Ausstattung oder mangelnder Kenntnisse vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein.

  • Sicherheit: Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten schafft Vertrauen in digitale Angebote.

  • Zukunftsfähigkeit: Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Teilhabe.

Digitale Daseinsvorsorge ist damit ein zentrales Element moderner kommunaler Entwicklung. Sie betrifft nicht nur technische Fragen, sondern auch soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.